Unabhängiger Ratgeber über Bad und Nassbereiche im Haushalt. Wir verkaufen nichts und führen keine Arbeiten aus; mit der früheren Website unter dieser Domain haben wir nichts zu tun. Elektrik, Gas und gemeinsame Hausleitungen gehören ausschließlich in die Hände von Fachleuten.
Materialien
Materialien
Im Bad prüft nicht die Zeit die Materialien, sondern das Wasser. Dampf schlägt sich an den Wänden nieder, Spritzer landen auf dem Boden, gleich daneben trocknen Handtücher, und die Fugen zwischen den Fliesen werden jeden Tag nass und wieder trocken. Ein gutes Material für den Nassbereich ist deshalb nicht unbedingt das eindrucksvollste. Wichtiger ist, wie es Feuchtigkeit und Reinigung verträgt, ob es sich leicht auffrischen lässt und ob sich mit der Zeit kein dunkler Rand bildet, wo die Wand auf Wanne oder Duschtasse trifft.
Eine Fliese hält genau so lange, wie die Fuge zwischen den Fliesen hält.
— Gedanke des Ratgebers
So ist dieser Bereich aufgebaut: Wir beschreiben Materialgruppen in allgemeinen Worten – wo sie passen, womit sie Mühe haben und was Sie den Handwerker fragen sollten. Marken, Modelle und Kosten nennen wir nicht; die Eigenschaften eines konkreten Materials gleichen Sie bitte mit der Herstelleranleitung ab.
Womit Nassbereiche verkleidet werden
Materialgruppen, denen Sie bei der Renovierung von Bad, WC oder Waschecke begegnen.
Fliesen und Mosaik
Die übliche Verkleidung im Nassbereich: Die dichte, glasierte Oberfläche lässt sich leicht reinigen und verträgt Wasser. Mosaik eignet sich für gewölbte Flächen und Nischen, hat aber viel mehr Fugen und braucht damit auch mehr Pflege. Wählen Sie für den Boden Fliesen, die bei Nässe nicht rutschig werden – das steht meist in der Herstellerbeschreibung.
Fugenmasse füllt die Fugen zwischen den Fliesen, Silikon schließt Anschlüsse, die leicht arbeiten: an Wanne, Duschtasse, Waschbecken und in den Ecken. Es gibt gewöhnliche Fugenmassen und solche, die wasser- und fleckbeständiger sind – für Dusche und Boden nimmt man die zweiten. Silikon für den Nassbereich muss für Sanitärräume vorgesehen sein, das steht auf der Verpackung.
Paneele und Farben für Feuchträume helfen, Wände ohne große Baustelle aufzufrischen oder Stellen zu verkleiden, die selten Wasser abbekommen. Dampf vertragen sie gut, ersetzen aber keine Abdichtung dort, wo Wasser direkt auf die Wand trifft. Der Untergrund für die Farbe muss trocken und so vorbereitet sein, wie es die Anleitung verlangt.
Der Badboden bekommt das Wasser als Erstes ab. Keramik und Stein vertragen das Nasswischen, können aber rutschig sein; Beläge auf Holzbasis mögen kein Wasser, und feuchtigkeitsbeständige Kunststoffbeläge verhalten sich je nach Ausführung der Stöße unterschiedlich. Unter jedem Belag im Nassbereich zählt die Abdichtung, besonders an der Schwelle und rund um den Ablauf.
Eine Glaswand wirkt leicht und nimmt keine Feuchtigkeit auf, doch Tropfen und Kalk sind darauf gut sichtbar, deshalb wischt man sie am besten gleich nach dem Duschen ab. Ein Vorhang lässt sich leichter waschen und tauschen, muss aber den Wannenrand ganz abdecken, sonst landet das Wasser auf dem Boden. Für die Dusche nimmt man eigens dafür vorgesehenes Sicherheitsglas und überlässt die Montage dem Handwerker.
Hier erscheinen nach und nach eigenständige Beiträge über Bad, WC und Waschecke, die eigens für Leserinnen und Leser der deutschen Ausgabe geschrieben werden. Wir veröffentlichen sie, sobald der Text fertig und gegengelesen ist.
Noch gibt es im Katalog keine eigenständigen Beiträge. Sobald sie erscheinen, finden Sie die Liste an dieser Stelle.
Themen in Arbeit
Bad renovieren in der Mietwohnung: worüber Sie vorher mit Vermieter und Hausverwaltung sprechen
Richtig lüften im Bad, auch wenn es kein Fenster gibt
Waschmaschine im Keller, Bad oder Flur: was für den Nassbereich zu bedenken ist
Kalk an Glas und Armaturen: Pflegegewohnheiten, die Zeit sparen
Bodengleiche Dusche: was sie bequem macht und worauf es bei der Abdichtung ankommt
Redaktionelle Grundsätze
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Materialien im Nassbereich: Stärken und Schwachstellen
Material
Vorteile
Worauf achten
Glasierte Fliesen
Leicht zu reinigen, nehmen kein Wasser auf
Zustand von Fugen und Fugenmasse, Rutschgefahr am Boden
Mosaik
Passt sich Rundungen und Nischen an
Viele Fugen, die regelmäßige Pflege brauchen
Fugenmasse
Schließt die Fugen und hält das Fliesenbild
Wird dunkel und bröckelt, wenn die Fugen nicht abtrocknen
Sanitärsilikon
Schließt bewegliche Anschlüsse
Löst sich und wird dunkel, muss gelegentlich erneuert werden
Feuchtraumfarbe
Frischt Wände und Decke schnell auf
Nicht für den direkten Spritzbereich, braucht trockenen Untergrund
Duschglas
Hält keine Feuchtigkeit, lässt das Bad größer wirken
Wie Sie die Silikonfuge an der Wanne erneuern, den Siphon des Waschbeckens reinigen und Fliesenfugen auffrischen – in Ruhe und nach Herstelleranleitung.
Ablauf einer Badrenovierung: Bestandsaufnahme, Abdichtung und Lüftung, Arbeit der Fachleute, Reihenfolge der Arbeiten, Abnahme und Wahl des Handwerkers.
Worauf wir uns stützen
Anleitungen der Hersteller von Ausbaumaterialien und Sanitärobjekten
Redaktionelle Beiträge des Ratgebers Domfordom
Die Hinweise von Domfordom sind allgemein gehalten und stützen sich auf die Anleitungen der Hersteller von Ausbaumaterialien und Sanitärobjekten sowie auf Empfehlungen von Hausverwaltungen. Trocknungszeiten von Fugenmasse oder Silikon und die Anwendung von Reinigungsmitteln entnehmen Sie bitte der jeweiligen Anleitung; Elektrik, Gas und die gemeinsamen Leitungen des Hauses überlassen Sie Fachleuten.